
Die thermische Behandlung des Abfalls erfolgt im Müllheizkraftwerk (MHKW) in Leverkusen. Das MHKW besteht aus drei Verbrennungslinien, die für eine Jahresverbrennungsmenge von über 200.000 t Abfall ausgelegt sind.
Die Anlage wurde 1970 in Betrieb genommen und regelmäßig an die gesetzlichen Anforderungen und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Ein wesentlicher Schritt war der Bau einer neuen Rauchgasreinigungsanlage, (gemäß 17. BImSchV), die seit 1996 in Betrieb ist.

Nach der Verwiegung der Anlieferfahrzeuge auf der Waage und der Kontrolle der Ladung wird der Müll in den Müllbunker abgeladen.
Mit zwei Kränen wird der Müll gesichtet, homogenisiert, gestapelt und anschließend in die Verbrennung gegeben.

Die thermische Behandlung erfolgt in drei Verbrennungskesseln auf Vorschubrosten. Bei Temperaturen von bis zu 1.100 Grad Celsius brennt der Müll vollständig aus. Die bei der Verbrennung frei werdende Energie wird im Kessel zur Erzeugung von Dampf genutzt, der in Strom umgewandelt wird. Die Restwärme wird ins Fernwärmenetz eingespeist.
Ein Teil der erzeugten Energie wird für den Eigenbedarf des MHKW genutzt. Der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist.
Die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase werden durch eine aufwendige und moderne Rauchgasreinigungsanlage geleitet und dort gereinigt. Dadurch werden alle gesetzlichen Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern weit unterschritten. Die gereinigten und analysierten Rauchgase werden über 90 Meter hohe Schornsteine abgeleitet.
Im Verbrennungsprozess sowie bei der Reinigung der Rauchgase fallen Rest- bzw. Wertstoffe an:
Diese werden einer ordnungsgemäßen Verwertung bzw. Entsorgung zugeführt.