Tipps zur Biotonne

Tipps zur Biotonne

Zudem ist in der Sommer- und in der Winterzeit unterschiedlich vorzugehen, um die Biotonne bestmöglich zu nutzen.


In der Sommerzeit sollte Folgendes beachtet werden:

  • Für die Biotonne empfiehlt sich ein schattiger Stellplatz, damit sich die  biogenen Abfälle nicht erhitzen, faulen und so zur unangenehmen Geruchsbildung beitragen.  
  • Der Tonnendeckel ist geschlossen zu halten, um eine mögliche Geruchsbelästigung zu vermeiden und keine unerwünschten Tiere durch den Geruch anzulocken.  
  • Die Biotonne ist regelmäßig zu leeren, auch wenn sie nur halbvoll sein sollte. Durch die Abwesenheit (z. B. in den Sommerferien) kommt die Biotonne nicht zum gewohnten Einsatz, um dennoch schlechte Gerüche und eine Verbreitung der Bakterien zu vermeiden, empfiehlt sich die Tonnenleerung auch schon bei einer geringen Menge.  
  • Es ist ratsam die Biotonne nach jeder Entleerung gründlich zu reinigen. Zur Reinigung kann eine Essig-Wasser-Mischung (im Verhältnis 1:3) verwendet werden. Dazu ist die Tonne überall zu benetzen (besprühen oder sehr nass abwischen) und alles sollte rund 30 Minuten einwirken. Im Anschluss die Biotonne mit wenig Wasser ausspülen, den Fußboden mit Zeitungspapier auslegen und die Tonne mit geöffneten Deckel umgedreht auf den Kopf stellen. Die verbliebene Feuchtigkeit läuft nun auf die Zeitung ab und erst nach der vollständigen Trocknung ist die Biotonne wieder einsatzfähig.

In der Winterzeit ist auf Folgendes zu achten: 

  • Für die Biotonne empfiehlt sich ein frostfreier Stellplatz, falls möglich kann die Biotonne in der Garage überwintern. So kann der Bioabfall nicht durch Frost an den Innenwänden der Biotonne festfrieren und eine vollständige Leerung verhindern.   
  • Feuchtigkeit ist zu vermeiden, damit der Tonneninhalt nicht durch die niedrigen Temperaturen festfrieren kann und somit ebenfalls die Entleerung verhindert. Immerhin gefriert Wasser bereits bei 0°C. Daher zuvor abtropfen lassen und bestenfalls den Biovorsortierer vor der Leerung eine Stunde rausstellen.  Abgekühlt und angefroren friert Bioabfall weniger fest.   
  • Der Boden der Biotonne kann mit einer leichten Schicht Rindenmulch ausgelegt werden, um den Bioabfall ebenfalls trocken zu halten.   
  • Laub und Gartenabfälle vermeiden oder in kleinen Mengen lose in die Biotonne füllen, da Laub schneller gefriert und so auch stark an den Innenwänden festfrieren kann.   
  • Niemals heißes Wasser in die Biotonne gießen, um den gefrorenen Bioabfall zu lösen! Bei den kalten Temperaturen kühlt das Wasser schnell ab und friert noch stärker an der Biotonne fest. Ebenfalls ist die Biotonne durch die kalten Außentemperaturen stark beansprucht und kann durch das heiße Wasser platzen.

 

In der Sommerzeit kann es vereinzelt zum Madenbefall in der Biotonne kommen. Dieses Phänomen entsteht jedoch nicht erst durch das Zusammenspiel von Bioabfall und Hitze, sondern bereits außerhalb der Biotonne. Im Leverkusener Stadtgebiet sind die Biotonnen daher mit einem speziellen Biofilterdeckel ausgestattet, der dieses Vorkommen merklich reduziert - fast verhindert!

Maden in der Restmüll- bzw. der Biotonne sind häufig Nachkommen der Tau-, Stuben- oder Schmeißfliege. Zwar leben die einzelnen Fliegen nur wenige Wochen, aber die Fliegenpopulationen können ganzjährlich vorkommen und haben ihre Hochsaison von Mai bis Oktober. Sobald es warm wird, sitzen Tau-, Schmeiß- sowie Stubenfliegen vermehrt zur Nahrungsaufnahme und Eiablage auf Lebensmitteln, Kompost, Kot oder sogar auf Kadavern. Bei diesem Kontakt können die Fliegenweibchen zwischen 150 und 400 Eier ablegen – die hohe Anzahl ist von der Natur festgelegt, da die Fliege keine Brutpflege betreibt. Aus diesem Grund ist es ratsam bereits im Vorfeld aktiv zu werden und Fliegen im Wohnbereich vorzubeugen:

  • Wie bei vielen Tierarten, lässt sich auch die Fliege durch bestimmte Pflanzen vermeiden. Hierzu zählen Geranien, Lavendel, Basilikum oder Tomaten. 
  • Nahrungsmittel (Getränke und Speisereste) sollten nicht offen oder unverpackt in der Küche stehen bleiben und Obstschalen sind täglich auf faulendes Obst zu kontrollieren.
  • Es ist ratsam, den heimischen Restmülleimer sowie den Biovorsortierer geschlossen zu halten, in kürzeren Abständen zu leeren und regelmäßig zu reinigen. Es ist ausreichend den Mülleimer mit Wasser zu säubern und gelegentlich Essig zu nutzen.  

Natürlich sind Fliegen nicht nur im Innenbereich zu vertreiben und somit ist auch die Biotonne an sich nicht zu vernachlässigen. Aus diesem Grund sind die Biotonnen im Leverkusener Stadtgebiet mit einem speziellen Biofilterdeckel ausgestattet. 

Falls es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zur Madenbildung in der Biotonne kommt, können folgende Hausmittel ohne chemische oder gar giftige Inhaltsstoffe hilfreich zum Einsatz kommen:

  • Der Inhalt der Biotonne sollte stets trocken gehalten werden. Im Sommer vertreibt es Maden und im Winter verhindert es ein Festfrieren an den Innenwänden.
  • Bei schwerem Befall kann auch Essigwasser eingesetzt werden, um die Maden zuverlässig zu vernichten. Dazu wird Essigessenz mit Wasser verdünnt (im Verhältnis 1:10) und mit einer Sprühflasche mühelos am Rand und am äußeren Rand der Innenseite des Biotonnendeckels verteilt. Bitte nicht auf den Biofilterdeckel geben. Achtung! Der Bioabfall darf dadurch nicht feucht werden.
  • Fliegenlarven benötigen Feuchtigkeit, weshalb sich auch etwas Salz (etwa eine Prise) zur Bekämpfung eignet. Eine ähnliche Wirkung erzielt ebenfalls Pfefferwasser. Ein Esslöffel gemahlener Pfeffer in einem Liter Wasser aufkochen und nach der Abkühlung in eine Sprühflasche füllen.